Eider Raubfischangeln

07.06.2008

Nachdem das Anangeln ziemlich außergewöhnlich verlaufen ist, kamen 24 Angler in gespannter Erwartung zum Treffpunkt. In den vergangenen Tagen hörte man vielerorts Meldungen von guten Zanderfängen und auch Aale waren schon dabei. So machte sich keiner mehr Gedanken über das Anangeln, sondern freute sich auf das bevorstehende Raubfischangeln.

Geangelt wurde dieses Mal auf einer Koppel in etwa gegenüber den Breiholzer Bootsstegen. Der Platz schien ideal und hatte vor einigen Jahren schon einmal als Austragungsort fungiert. Von damals wußten einige zu berichten, daß die besten Fangplätze auf der ersten Koppel - also die Platznummern 1 bis 8 - liegen sollte.

Und genau so sollte es kommen ! Schon während der Angelsitzung wurden von der ersten Koppel regelmäßig Bisse gemeldet und ab und zu auch mal ein Aal ... wovon der Rest aber nur träumen konnte. Lediglich auf der letzten Koppel gelang es Joachim Argens den einen oder anderen Aal zu überlisten. Doch seine Nebenleute gingen leer aus.

Kurz vor dem Dunkel werden kam plötzlich Leben "in die Bude". Verena Knüppel vermeldete einen Hechtbiß auf der Rute ihres Vaters. Doch der war überhaupt nicht in der Nähe. Ohne zu zögern schnappte sich Verena die Rute und konnte den Fisch auch haken, doch in den Kescher wollte er nicht. Vielmehr setzte er sich im Seerosenfeld fest.
Peter Knüppel - mittlerweile am Angelplatz angekommen - zögert ebenfalls nicht lange und entledigte sich seiner langen Hose und Stiefel, schnappte sich den Kescher und ging dann "Baden". So konnte der Hecht sicher gelandet werden und auch die Montage blieb in einem Stück. Was man nicht alles für einen Hecht tut !!

Eine weitere Anekdote trug sich dann in der stockfinsteren Nacht zu. Nach einem Biß und dem Anhieb konnte Guido Stangier einen - wohl etwas größeren Aal, wie er meint - haken und bis an die Schilfkante drillen. Doch beim Versuch, an einem Seerosenfeld vorbeizukommen, konnte sich der Aal einen Schilfhalm greifen. Nach einigem Gezerre löste sich dann endlich der Fisch, doch in der Luft löste sich dann der Aal vom Haken und fiel ins Gras. Mit einem Hechtsprung versuchte ein Angelkollege den Aal zu greifen, doch dies blieb leider erfolglos. Dabei stellte sich aber heraus, daß das Gras gar keines war ... sonder daß es sich um Brennnesseln handelte ! Den Versuch, Guido zu helfen, mußte der Angelkollege nun leider mit heftigen Juckbeschwerden bezahlen :-)))

Am Ende konnte sich Peter Knüppel dank seines Bades in der Eider den 1. Platz sichern, gefolgt von Jan Hinz mit 4 Aalen sowie Eggert Vogel mit 2 Aalen.

Hier gibt's die Übersicht aller Ergebnisse 2008.