Nord-Ostsee-Kanal

Der Nord-Ostsee-Kanal — in der Sprache der deutschen Schifffahrt abgekürzt: NOK — gehört zu den weltweit am meisten befahrenen künstlichen Wasserstraßen (2004: ca. 41.000 Schiffe bzw. 80 Millionen Tonnen Ladung). Diese Schifffahrtsverbindung (Seeschifffahrtsstraße) von internationaler Bedeutung durchquert Schleswig-Holstein, verbindet Nord- und Ostsee und erspart der Schifffahrt damit die Fahrt durch das Skagerrak an der Nordspitze Dänemarks. Bis 1948 hieß er Kaiser-Wilhelm-Kanal. In der internationalen Schifffahrt wird er Kiel Canal genannt.

Die Endpunkte befinden sich in Brunsbüttel an der Elbe und in Kiel, Stadtteil Kiel-Holtenau. Sie liegen 98,637 km auseinander. Wichtigste Hafenstadt im Verlauf des Kanals ist Rendsburg. Der Kanal teilt sich einen Teil des Verlaufes mit der Eider. Eine Sehenswürdigkeit des Nord-Ostsee-Kanals ist die in Rendsburg befindliche Eisenbahnhochbrücke mit der darunter hängenden Schwebefähre (siehe: Rendsburger Hochbrücke)

Geschichte

Maximale Schiffsabmessungen

Länge Breite Höhe (über Wasserspiegel) Tiefgang
235 m 32,5 m 40 m 9,50 m (wenn Länge < 160 m)

Verkehrsvorschriften

Da der Kanal Seeschifffahrtsstraße ist und von sehr vielen Schiffen der unterschiedlichsten Größenklassen befahren wird, gelten auf ihm sehr umfangreiche Verkehrsvorschriften [1] (http://www.kiel-canal.org/pages/vorschriften/Verkehrsvorschriften-KIEL-CANAL.pdf). Es gibt spezielle Regeln für das Begegnen und Überholen: In Abhängigkeit von Länge, Breite und Tiefgang werden die Schiffe in sechs Verkehrsgruppen unterteilt. Das Begegnen ist nur in den Weichen für alle Schiffe zulässig; sonst richtet sich die Zulässigkeit einer Begegnung nach der Summe der Verkehrsgruppen. Die Regelung des Verkehrsablaufes auf dem Nord-Ostsee-Kanal wird als Verkehrslenkung bezeichnet.

Touristik

Der befestigte Betriebsweg am Kanal ist für Fußgänger und Radfahrer freigegeben und ermöglicht beidseitig nahezu auf voller Länge angenehme, steigungsfreie Radtouren in nächster Nähe zu den großen Ozeanriesen. Das Übersetzen auf die jeweils andere Kanalseite mit einer der zahlreichen Fähren ist kostenlos, da es sich um eine künstliche Wasserstraße handelt, die ältere Verkehrswege durchschnitten hat.

Die Radwege am Nord-Ostsee-Kanal sind Teil der im Mai 2004 eröffneten Deutschen Fährstraße, einer rund 250 Kilometer langen Ferienstraße, die von Bremervörde an der Oste bis Kiel führt und nahezu alle Möglichkeiten demonstriert, die der Mensch ersonnen hat, um ein Gewässer zu über- oder unterqueren. Wahrzeichen der Deutschen Fährstraße sind die Schwebefähren über den Nord-Ostsee-Kanal in Rendsburg und über die Oste zwischen Hemmoor und Osten (Oste).

Bei der Autobahnbrücke der A 23 liegt ein Rastplatz (Richtung Heide, vor dem Kanal), der dem Durchreisenden einen längeren Ausblick auf den Kanal ermöglicht.

Weblinks

Offizielle Seite (http://www.kiel-canal.org/)
touristische Informationen zum Nord-Ostsee-Kanal (http://www.tourist-information.de/traumschiffe/)
Geschichte des Kanals (http://www.geschichte.schleswig-holstein.de/vonabisz/nok.htm)
Informative Seite über den Kanal (http://www.kueste.de/kanal/)
Seite des Nord-Ostsee-Kanal Magazin (http://www.kielkanal.de/)
Seite über die Deutsche Fährstraße (http://www.deutsche-faehrstrasse.de/)
Der Nord-Ostsee-Kanal in Zahlen (http://www.rendsburg.de/touristik/nok_infomation.html)

Quelle: Wikipedia, die freie Enzyklopädie